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🧬 Acatavir – Eine neue Ära in der Behandlung des Katzenschnupfens (URTD)

ACATAVIR – Eine neue Ära in der Behandlung des Katzenschnupfens (URTD)

Ein wissenschaftlicher Durchbruch durch die Partnerschaft zwischen der Jagiellonen-Universität und VETEXPERT

🧬 ACATAVIR – Eine neue Ära in der Behandlung des Katzenschnupfens (URTD)

Ein wissenschaftlicher Durchbruch durch die Partnerschaft zwischen der Jagiellonen-Universität und VETEXPERT


Einleitung: Ein altes Problem – jetzt mit neuen Lösungen

Infektionen der oberen Atemwege bei Katzen (Upper Respiratory Tract Disease, URTD), auch als Katzenschnupfen-Komplex bekannt, gehören zu den häufigsten und klinisch relevantesten Erkrankungen in der Kleintiermedizin.
Sie treten vermehrt in Tierheimen, Zuchten und Mehrkatzenhaushalten auf und sind mit hoher Morbidität und Mortalität verbunden.

Hauptverursacher:

  • Felines Herpesvirus Typ 1 (FHV-1)
  • Felines Calicivirus (FCV)

Typische Symptome:

  • Niesen, Husten, Nasen- und Augenausfluss
  • Konjunktivitis, Gingivitis, orale Ulzerationen
  • Fieber, Appetitlosigkeit und Schwäche

Während Primärinfektionen häufig mild verlaufen, führen sekundäre bakterielle Infektionen bei Jungtieren und immungeschwächten Katzen oft zu schweren oder tödlichen Verläufen.


Status quo der Therapie

Die derzeit verfügbaren Behandlungsoptionen konzentrieren sich auf die symptomatische Linderung:

  • Antibiotika zur Kontrolle bakterieller Sekundärinfektionen
  • Immunmodulatoren oder Interferone (meist begrenzte Wirksamkeit)
  • Unterstützende Maßnahmen ohne antivirale Wirkung

Bislang existierte kein Medikament, das gezielt gegen FHV-1 und FCV wirkte und gleichzeitig lokal, sicher und gut verträglich war.


Der wissenschaftliche Durchbruch: Acatavir

Im Rahmen eines Forschungsprojekts an der Jagiellonen-Universität Krakau wurde ein völlig neuer Ansatz zur Bekämpfung von Katzenschnupfen entwickelt.
Das daraus entstandene Spin-off-Unternehmen Acatavir hat ein patentiertes Gelpräparat formuliert, das die Regeneration der oralen und pharyngealen Schleimhaut fördert und gleichzeitig antivirale Eigenschaften besitzt.


Wissenschaftlicher Hintergrund

Das Forschungsteam um

  • Prof. Krzysztof Pyrć und Dr. Aleksandra Synowiec (Małopolska Centre of Biotechnology),
  • sowie Prof. Maria Nowakowska und Prof. Krzysztof Szczubiałka (Fakultät für Chemie),

identifizierte einen sulfonierten Polystyrolderivat-Wirkstoff (PSNNa), der in präklinischen Studien eine starke antivirale Aktivität gegen FHV-1 und FCV zeigte.
Dieser Wirkstoff ist nicht toxisch, chemisch stabil und bereits für die Anwendung beim Menschen zugelassen – ein bedeutender Sicherheitsvorteil.


🤝 Strategische Partnerschaft: Vet Planet × Acatavir

„Wir freuen uns, eine strategische Partnerschaft mit Acatavir bekannt zu geben – einem innovativen Unternehmen, das aus der Jagiellonen-Universität hervorgegangen ist!“
– VET Planet / VETEXPERT Team

Durch die Kooperation zwischen VET Planet (Hersteller der Marke VetExpert) und Acatavir werden wissenschaftliche Innovation und veterinärmedizinische Erfahrung vereint.
Ziel ist es, ein evidenzbasiertes, sicheres und praxistaugliches Produkt zur Behandlung von URTD (Katzenschnupfen) schnellstmöglich Tierärztinnen und Tierärzten zugänglich zu machen.

„Diese Partnerschaft entspricht unserer Mission, die bestmögliche Versorgung für Tiere zu gewährleisten.
Die Integration von Acatavir stärkt unser Portfolio mit einem lange erwarteten Produkt, das echten Mehrwert für Tierärzte bietet.“
Prof. Michał Jank, Mitinhaber von Vet Planet

Vet Planet hat 60 % der Anteile an Acatavir übernommen, um die Weiterentwicklung, Registrierung und Markteinführung zu beschleunigen – ein wichtiger Meilenstein im veterinärmedizinischen Innovationssektor.


Studien und wissenschaftliche Evidenz

Präklinische Untersuchungen zur Wirksamkeit und Sicherheit von PSNNa (Natriumpolystyrolsulfonat) wurden an der Jagiellonen-Universität in Krakau durchgeführt.
📚 Veröffentlichung: 👉 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31325462/

Die präklinischen Studien zeigten:

  • Keine nachweisbare Toxizität
  • Hohe Stabilität und Bioverfügbarkeit
  • Effektive Hemmung der Virusreplikation

Gemeinsam mit der Tierklinik „Arka“ in Krakau wurden Feldstudien an 26 Katzen mit akuten und chronischen Infektionen durchgeführt.
Die Resultate zeigten:

✔ Deutliche Reduktion der Viruslast
✔ Klinische Besserung der Symptome
✔ Schnellere Rekonvaleszenz
✔ Keine beobachteten Nebenwirkungen

„Unsere Technologie wird nun von VET Planet weiterentwickelt, und wir hoffen, dass sie bald in der Praxis Anwendung findet.
Gemeinsam können wir wirklich etwas bewegen.“
Prof. Krzysztof Pyrć, Jagiellonen-Universität

📚 Studien & wissenschaftliche Hintergründe

🔗 Jagiellonian University – Forschungsbericht
https://mcb.uj.edu.pl/en_GB/aktualnosci/-/journal_content/56_INSTANCE_wWpAonkKsToI/150912362/156629139

🔗 Research in Poland – Wissenschaftliche Innovation
https://researchinpoland.org/news/researchers-from-jagiellonian-university-have-developed-a-cure-for-cat-flu-it-is-expected-to-appear-in-the-markets/

🔗 PubMed 👉 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31325462/


Acatavir – Wirkmechanismus und Anwendung

Acatavir ist ein topisches Gel, das lokal auf das Zahnfleisch der Katze aufgetragen wird.

Wirkstoff: PSNNa (Natriumpolystyrolsulfonat)

Wirkung:

  • Unterstützt die Regeneration des Schleimhautepithels
  • Bildet eine schützende Polymerbarriere
  • Lindert Rötungen, Erosionen und Schmerzen
  • Reduziert oxidativen Stress
  • Fördert die Heilung und das Wohlbefinden

Dank der sorgfältig ausgewählten Polymere haftet das Gel zuverlässig an der Schleimhaut und bietet langanhaltenden Schutz.


Anwendungsempfehlung

  • Vor Gebrauch gut schütteln
  • Eine kleine Menge Gel mit dem Applikator auf das Zahnfleisch auftragen
  • Sanft verteilen – nicht reiben
  • 1–2 × täglich oder nach tierärztlicher Empfehlung anwenden

💡 Leichte Gelverfärbungen sind aufgrund der Polymerstruktur normal und unbedenklich.


Zusammenfassung

ParameterAcatavir
TypTopisches Gel für Katzen
WirkstoffPSNNa (Natriumpolystyrolsulfonat)
WirkungRegeneration & Schutz der Mundschleimhaut
IndikationKatzenschnupfen (FHV-1, FCV), Gingivitis
ApplikationDirekt auf das Zahnfleisch
VerträglichkeitHervorragend – keine Nebenwirkungen beobachtet
Entwickelt vonAcatavir & Jagiellonen-Universität, Krakau
In Kooperation mitVet Planet / VetExpert

Vorteile für die tierärztliche Praxis

  • Lokale, gezielte Anwendung am Zahnfleisch
  • Kein systemischer Effekt – hohe Sicherheit
  • Kombinierbar mit antiviralen und antibiotischen Therapien
  • Verkürzte Rekonvaleszenzzeit
  • Bessere Compliance bei Tierhaltern
  • Ideal für Katzen mit reduzierter lokaler Immunität

🧪 Fazit: Wenn Forschung auf Praxis trifft

Mit Acatavir steht erstmals ein Produkt zur Verfügung, das direkt auf universitärer Forschung basiert und die Regeneration der Schleimhaut bei viralen Infektionen gezielt unterstützt.
Die Partnerschaft zwischen der Jagiellonen-Universität und Vet Planet zeigt eindrucksvoll, wie wissenschaftliche Erkenntnisse in praxisnahe veterinärmedizinische Lösungen umgesetzt werden können.

Acatavir – entwickelt aus Forschung, validiert in der Praxis, für eine gesunde Zukunft der Katze. 🐾


📍 Erhältlich in Österreich exklusiv bei: WWW.VETEXPERT.VET

ACATAVIR – FAQ

1) Wenn eine Katze das Gel schluckt – wirkt es trotzdem?

ACATAVIR wurde für eine lokale Wirkung entwickelt – zur Anwendung auf dem Zahnfleisch bzw. den betroffenen Bereichen der Mundschleimhaut, wo es die beste Haftung zeigt.

Wenn die Katze einen Teil des Gels schluckt, kann dies die lokale Wirksamkeit reduzieren. Ziel sollte daher immer sein, das Produkt wie empfohlen möglichst lokal auf das Zahnfleisch aufzutragen.


2) Ist das Produkt nur zur „oralen Anwendung“ bestimmt?

ACATAVIR ist ein Produkt zur topischen Anwendung in der Maulhöhle, also auf dem Zahnfleisch / der Mundschleimhaut (mit Applikator).

Es ist nicht dafür vorgesehen, geschluckt zu werden, um eine systemische Wirkung zu erzielen.


3) Kann ACATAVIR auf die Bindehaut (Auge) aufgetragen werden?

Nein, wir empfehlen keine Anwendung auf der Bindehaut. ACATAVIR ist ausschließlich für die Anwendung in der Maulhöhle vorgesehen.

Warum nicht? (wichtige praktische und sicherheitsrelevante Gründe)

  • Kein ophthalmisches Produkt / nicht steril: Produkte für die Anwendung am Auge müssen spezielle ophthalmische Anforderungen erfüllen, insbesondere Sterilität, um Reizungen und Sekundärinfektionen zu vermeiden. ACATAVIR ist nicht steril.
  • Risiko von Reizung und Unbehagen: Auch wenn das Produkt in der Maulhöhle gut verträglich ist, ist das Auge ein deutlich empfindlicheres Organ.
  • Mehrkomponentenprodukt: ACATAVIR enthält nicht nur PSSNa, sondern auch Gelbasis und Hilfsstoffe, die nicht für okuläre Anwendungen entwickelt oder getestet wurden.

Was stattdessen?

Bei okulären Symptomen (Tränenfluss, Ausfluss, Rötung, Blinzeln) empfehlen wir geeignete, sterile ophthalmische Präparate, die von einer Tierärztin/einem Tierarzt ausgewählt werden.
ACATAVIR sollte parallel wie vorgesehen auf das Zahnfleisch angewendet werden.


4) Was tun, wenn das Produkt versehentlich ins Auge gelangt?

Bei versehentlichem Kontakt treten in der Regel keine unerwünschten Effekte auf.

In der Publikation:
Synowiec et al., 2026 – Antiviral effect of poly(styrene 4-sulfonate) (PSSNa)…
wurde ein hohes Sicherheitsprofil beschrieben, inklusive „On-Eye“-Applikation bei Mäusen ohne Nebenwirkungen.

Praktische Empfehlung (Vorsichtsmaßnahme):

  • Bei Kontakt oder Auftreten von Unbehagen (Blinzeln, Tränenfluss, Rötung): gründlich mit steriler Kochsalzlösung spülen.

Dennoch gilt: ACATAVIR ist kein Augenprodukt und sollte ausschließlich wie vorgesehen angewendet werden.


5) Kann ACATAVIR in die Nase appliziert werden?

Nein, eine nasale Anwendung wird nicht empfohlen.

Warum nicht? (praktische Gründe)

  • Gelform: Kann die Nasenatmung mechanisch beeinträchtigen.
  • Katzen sind Nasenatmer: Eine Behinderung der Nasenatmung reduziert den Komfort und kann problematisch sein.
  • Reiz- und Aspirationsrisiko: Niesreiz, Stress und unkontrollierte Produktverlagerung.
  • Studienlage: Die zugrunde liegende Studie erfolgte ausschließlich mit Applikation auf das Zahnfleisch.

6) „Dringt“ das Produkt in die Augen vor?

Nein. ACATAVIR wirkt ausschließlich lokal am Applikationsort.

Warum?

  • Kontaktmechanismus: PSSNa wirkt durch direkten Kontakt beim Virus-Zell-Kontakt (Eintritts- und Replikationshemmung).
  • Mucosale Haftung: Gel und Wirkstoff verbleiben lokal auf der Schleimhaut.
  • Keine anatomische Verbindung: Es gibt keinen Mechanismus, der das Produkt vom Zahnfleisch in den Bindehautsack transportiert.

Praktische Schlussfolgerung:

Okuläre Symptome bei Katzenschnupfen benötigen separate ophthalmische Therapie, ACATAVIR bleibt lokale antivirale Unterstützung im Maulbereich.


7) Gibt es nur einen Wirkstoff?

Ja. Aktiver Wirkstoff: PSSNa (Sodium Polystyrene Sulfonate).
Alle anderen Bestandteile haben Hilfsfunktionen (Konsistenz, Stabilität).

INCI:
Aqua, Glycerin, Sodium Polystyrene Sulfonate, Cyamopsis Tetragonoloba Gum, Methylparaben, BHT, BHA, Propyl Gallate, Citric Acid.


8) Soll das Gel verteilt/eingerieben werden?

Ja. Eine kleine Menge auf die betroffenen Schleimhautbereiche auftragen und – wenn möglich – sanft auf dem Zahnfleisch verteilen.


9) Wie oft täglich – Minimum und Maximum?

  • Empfehlung: 1× täglich, bis zu 2× täglich (mit zeitlichem Abstand).
  • Studie: 28 Tage, 1× täglich.

Praxis-Tipp:
Idealerweise nach dem Fressen applizieren, damit das Gel möglichst lange auf der Schleimhaut verbleibt.


10) Ist ein Pumpstoß = eine Dosis?

Ja.
Eine Dosis pro Seite, Anwendung auf beide Seiten der Maulhöhle.
Nicht mehr als ein Pumpstoß pro Stelle.


11) Ist nach 4 Wochen eine Pause notwendig?

Die Studiendauer betrug 28 Tage.
Eine verpflichtende Pause ist nicht explizit vorgegeben – eine Weiter- oder Wiederanwendung sollte patientenbezogen entschieden werden.


12) „Warum ist ACATAVIR kein Arzneimittel oder Supplement?“

ACATAVIR ist kein systemisches antivirales Arzneimittel, sondern eine lokal wirkende, innovative Unterstützung bei Katzenschnupfen.

Warum kein Supplement?

  • Ergänzungsfuttermittel sind für systemische, nutritive Effekte gedacht.
  • ACATAVIR wirkt lokal, nicht ernährungsphysiologisch.

Was spricht trotzdem für die Glaubwürdigkeit?

  • Wissenschaftlich belegte Wirksamkeit (inkl. placebokontrollierter Feldstudie mit PCR-Nachweis).
  • Vergleichbare, lokal wirkende Pflegeprodukte mit hoher Akzeptanz in der Veterinärmedizin existieren seit Jahren.

ACATAVIR vs. STOMAFERIN

ACATAVIR

  • Ziel: lokale antivirale Unterstützung bei Katzenschnupfen
  • Wirkstoff: PSSNa
  • Mechanismus: Kontaktwirkung – Hemmung des Viruseintritts (FCV, FHV-1) + Replikationshemmung (FCV)

STOMAFERIN (Ultra)

  • Ziel: orale Hygiene, Plaque- und Entzündungskontrolle
  • Wirkstoffe: Chlorhexidin + Lactoferrin
  • Fokus: antibakterielle Unterstützung

Chlorhexidin vs. PSSNa

  • CHX: antibakteriell, begrenzt wirksam gegen behüllte Viren, ineffektiv gegen FCV
  • PSSNa: gezielte antivirale Kontaktwirkung gegen FCV und FHV-1

Regime – warum unterschiedlich?

  • ACATAVIR: 28 Tage → kontinuierliche antivirale Kontaktwirkung
  • STOMAFERIN: ca. 14 Tage → Plaque- und Schleimhautpflege, mit Pause

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